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Self Check-in und europäische Vorschriften: vollständiger Leitfaden für Beherbergungsstrukturen 2025

Die europäischen Vorschriften zur Gästeidentifikation und Self Check-in sind in kontinuierlicher Entwicklung, mit signifikanten Variationen zwischen verschiedenen Ländern. Das kürzliche Urteil des TAR Lazio vom 27. Mai 2025, das das Verbot der "de visu" Kontrolle in Italien aufgehoben hat, und die Aktivierung des neuen Systems SES.Hospedajes in Spanien seit dem 2. Dezember 2024, markieren einen Wendepunkt für den Gastgewerbesektor.

Dieser Leitfaden bietet einen vollständigen und aktualisierten Rahmen der Registrierungspflichten, der erforderlichen offiziellen Werkzeuge und der in jedem Land erlaubten Verifizierungsmethoden und bietet Managern von Beherbergungsstrukturen die wesentlichen Informationen, um in voller normativer Konformität zu operieren.

Der europäische normative Rahmen

Im Rahmen des Schengen-Raums schreibt die Mehrheit der Mitgliedstaaten die Registrierung von Gästen vor, insbesondere Ausländern, mit Datenübertragung an die öffentlichen Sicherheitsbehörden innerhalb festgelegter Fristen. Die DSGVO bietet die rechtliche Grundlage für die Verarbeitung dieser identifizierenden Daten, basierend auf rechtlicher Verpflichtung, während gleichzeitig Prinzipien der Minimierung und Sicherheit gewährleistet werden.

Die operativen Modalitäten bleiben jedoch von einzelnen nationalen Vorschriften diszipliniert, was eine vielfältige Landschaft schafft, die spezifische Aufmerksamkeit für jeden Referenzmarkt erfordert.

Italien: Wiedereröffnung für Fernkontrolle

Italien behält die Verpflichtung zur Identifikation aller Gäste mit telematischer Übermittlung an die Questura innerhalb von 24 Stunden über die Plattform Alloggiati Web bei. Die bedeutende Neuheit von 2025 ist durch das TAR Lazio Urteil repräsentiert, das die ministerielle Rundschrift 11/2024 aufgehoben hat, offiziell die Fernverifizierung wieder öffnend.

Dies bedeutet, dass Manager wieder verwenden können:

Der Verantwortliche bleibt immer der Manager der Struktur, der die Übermittlung der Daten an Alloggiati Web unabhängig von der angenommenen Identifikationsmethode gewährleisten muss.

Spanien: neue zentralisierte Plattform

Seit dem 2. Dezember 2024 ist die Plattform SES.Hospedajes des spanischen Innenministeriums in Betrieb, die die Registrierung aller Gäste über 14 Jahre mit Übertragung innerhalb von 24 Stunden erfordert. Das neue System, das durch RD 933/2021 diszipliniert wird, sieht die Sammlung umfangreicherer Daten als in der Vergangenheit und eine Aufbewahrung für 3 Jahre vor.

Buchungsplattformen sind als Vermittler beteiligt, aber die Verantwortung für die Erfüllung bleibt beim Manager der Struktur. Das System stellt eine der fortschrittlichsten Implementierungen auf europäischer Ebene für das zentralisierte Management von Gästdaten dar.

Portugal: Fokus auf Ausländer

Portugal behält einen selektiven Ansatz bei und erfordert die Kommunikation nur von ausländischen Gästen (EU und Nicht-EU, nicht-portugiesisch) innerhalb von 3 Tagen über das SIBA-System. Nationale Gäste müssen nicht an die Behörden gemeldet werden.

Dieser Ansatz vereinfacht die Verwaltung für Strukturen, die hauptsächlich mit inländischer Kundschaft operieren, erheblich und behält gleichzeitig die Kontrolle über internationale Tourismusströme bei.

Frankreich: traditionelles System mit Digitalisierung

Frankreich erfordert die Ausfüllung der fiche individuelle de police nur für ausländische Touristen, mit Aufbewahrung in der Struktur für 6 Monate und Übertragung an die Behörden nur auf Anfrage. Das System ermöglicht Dematerialisierung und öffnet sich für digitale Lösungen.

Dieser "On-Demand"-Ansatz reduziert tägliche bürokratische Belastungen und behält die Möglichkeit der Kontrolle bei Bedarf bei.

Deutschland: Vereinfachung für inländische Gäste

Eine bedeutende Neuheit von 2025 ist die Abschaffung des Meldescheins für deutsche inländische Gäste. Die Verpflichtung bleibt nur für ausländische Gäste bestehen, mit der Möglichkeit, qualifizierte elektronische Signatur und eID NFC (AusweisIDent)-Systeme für kontaktloses Check-in zu verwenden.

Diese Entwicklung spiegelt die wachsende Digitalisierung des Sektors und die Annahme fortschrittlicher technologischer Standards wider.

Vereinigtes Königreich: Post-Brexit-Kontinuität

Das Vereinigte Königreich behält die Hotel Records Order 1972 bei und erfordert die Registrierung von Name und Nationalität für Gäste über 16 Jahre. Für Nicht-UK/IRL/Commonwealth-Bürger sind auch Dokumenttyp und -nummer sowie nächstes Ziel erforderlich, mit Registeraufbewahrung für 12 Monate.

Vergleich technologischer Lösungen

Die für Self Check-in zugelassenen Methoden variieren erheblich:

Fortgeschrittene Lösungen:

Sicherheitsstandards:

Die Rolle der Buchungsplattformen

Es ist fundamental zu verstehen, dass Buchungsplattformen (Airbnb, Booking, etc.) niemals die Verpflichtung des Managers für die öffentliche Sicherheit ersetzen. Sie können mit Identitätsverifizierungen für eigene Zwecke (Trust & Safety) unterstützen, aber die rechtliche Verantwortung bleibt immer bei der Beherbergungsstruktur.

Operative Empfehlungen

Um konform zu operieren, sollten Manager:

Zukunftsperspektiven

Die normative Entwicklung zeigt einen klaren Trend zu:

Die Herausforderung für Manager ist es, mit diesen Veränderungen Schritt zu halten und flexible und konforme technologische Lösungen zu wählen, die das Gästeerlebnis verbessern, ohne die normative Konformität zu kompromittieren.

Schlussfolgerungen

Die europäische normative Landschaft für Gästeidentifikation und Self Check-in ist komplex, aber in schneller Entwicklung zu größerer Digitalisierung. Der Schlüssel zum Erfolg für Beherbergungsstrukturen liegt im präzisen Verständnis spezifischer Verpflichtungen für jeden Markt und in der Annahme angemessener technologischer Lösungen.

Die Investition in konforme und sichere Systeme ist nicht nur eine normative Notwendigkeit, sondern eine Gelegenheit, operative Effizienz und Gästeerlebnis zu verbessern und Wettbewerbswert in einem zunehmend anspruchsvollen Markt zu schaffen.

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